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RE: [BT] FKB: Anreise mit Auto am häufigsten

in Pressebereich 25.05.2014 22:35
von A343 | 1.466 Beiträge | 1473 Punkte



Rheinmünster (ab) - Das Auto ist für Passagiere bei der Anreise zum Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) nach wie vor die erste Wahl: 71,6 Prozent nutzen ihren eigenen Pkw, wie aus einer Umfrage des FKB für das erste Quartal 2014 hervorgeht. Rechnet man Mietwagen (6,8 Prozent) und Taxis (6,8 Prozent) hinzu, ergibt sich sogar eine Quote von rund 85 Prozent.

Die Anreise mit dem Nahverkehrslinienbus fällt dagegen mit 11,3 Prozent deutlich weniger ins Gewicht. Hier sind insbesondere die KVV-Linie 205 (ab Bahnhof Baden-Baden) und die SWEG-Linie 234 (ab Bahnhof Rastatt beziehungsweise Karlsruhe) zu nennen.

Private Unternehmen bieten ebenfalls Zubringerdienste zum Flughafen an, darunter Shuttlebusse für größere Strecken, zum Beispiel ab Mannheim. "Das Angebot wird durchaus genutzt", berichtet Flughafen-Sprecherin Elke Fleig. Aber: "Die größte Anbindung erfolgt durch den Privat-Pkw." Das Einzugsgebiet des Airports in Söllingen reicht Fleig zufolge von Mannheim und Heidelberg bis nach Freiburg sowie vom Elsass und Teilen von Rheinland-Pfalz bis nach Pforzheim. 2013 nutzten rund 1,07 Millionen Passagiere den Regionalflughafen.

Nachdem die politische Debatte über eine Stadtbahnanbindung des Baden-Airport seit rund zwei Jahren nur noch auf Sparflamme köchelt - damals lehnte das Land eine (Mit-)Finanzierung ab - , beschränkt sich das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) weiterhin auf die Busanbindung. Doch wie gut ist die? Erst jüngst monierte beispielsweise der SPD-Stadtrat Werner Henn im Gemeinderat Baden-Baden, dass die Abfahrtszeiten der Busse nicht auf die Flugzeiten getaktet seien - was zu langen Wartezeiten führen könne.

Das Problem: Die Linien 205 und 234 sind reguläre Nahverkehrsverbindungen, die zahlreiche Haltestellen anfahren, und keine speziellen Flughafenshuttles. "Die Busse werden auf Ankunft und Abfahrt der Bahn getaktet", erläutert Fleig. Sie zusätzlich noch auf den Flugplan auszurichten, wäre schwierig - zumal die Flugpläne teilweise sehr kurzfristig gestaltet würden. Dazu komme, dass die Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn in einem anderen Turnus stattfänden als die Umstellung von Sommer- auf Winterflugplan am FKB.

Hintergrund

"Ich denke, dass wir recht gut angebunden sind", bilanziert Fleig mit Blick auf die Anzahl der ÖPNV-Busse vorsichtig, "aber besser geht es natürlich immer." Apropos besser: Eine kleine Lücke gibt es tatsächlich: Rail-and-fly-Tickets ("Zug zum Flug"), die von Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn angeboten werden, gelten nicht auf den Buslinien von und zum FKB. Darauf weist der Airport auf seiner Homepage auch ausdrücklich hin.

Die Verantwortung dafür liegt aber nicht beim Flughafen: "Das ist eine Vereinbarung, die der Reiseveranstalter mit dem Verkehrsanbieter aushandeln muss", erklärt Fleig. Insofern müssen Reisende mit Rail-and-fly-Paket am Bahnhof Baden-Baden oder Rastatt noch zusätzlich ein Busticket lösen - falls der Reiseveranstalter keinen eigenen Zubringerdienst organisiert hat.


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