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RE: 26.01.2017 Pressetermin am FKB

in Pressebereich 26.01.2017 21:44
von A343 | 1.466 Beiträge | 1473 Punkte

Bericht BNN:

Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden muss immer strengere Vorschriften und Auflagen einhalten sowie in die Verbesserungen der Sicherheit wegen der erhöhten Anschlagsgefahr investieren. Derzeit steckt der Baden-Airport in Rheinmünster-Söllingen rund 300 000 Euro in bauliche Veränderungen für die Fluggastkontrolle und im Ankunftsbereich.

Zudem nehmen Polizei und Zoll Passagiere nach der obligatorischen Prüfung bei Nach- und Spezialkontrollen noch intensiver unter die Lupe. Das erfordert auch zusätzliches Personal.

Neue Geräte für Kontrollen


Für die Durchsuchung von Passagieren und Gepäck werden derzeit neue Geräte einjustiert, die das Land Baden-Württemberg angeschafft hat. Der erhöhte Aufwand für die Sicherheit führt zu einer erhöhten Sicherheitsgebühr, die die Fluggesellschaften für jeden Passagier zahlen müssen, betont Geschäftsführer Manfred Jung. Sie steigt am Baden-Airport von 5,76 pro Person auf 7,28 Euro.

Zum Vergleich: Der Landesflughafen in Stuttgart erhebt 6,02 Euro, in Friedrichshafen sind es 10,86, in Frankfurt 9,56 und in Hahn in Rheinland-Pfalz 4,33 Euro. Gerne würde der Baden-Airport-Chef den Airlines bei der Anfluggebühr entgegen kommen.

Wettbewerbsnachteil für kleine Flughäfen

Doch eine Millionensubvention des Bundes zur Entlastung der Airports gilt nur für die 16 großen im Land. ?Wir müssen das als Wettbewerbsnachteil schlucken?, meint Jung. Den ?Nachteil? für den mittelbadischen Regionalflughafen beziffert er mit einem Volumen von rund 250 000 Euro im Jahr.

Verschärfte Kontrollen müssen auch die Passagiere am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden in Rheinmünster-Söllingen über sich ergehen lassen.

Ob das auch ein Grund dafür ist, dass der Baden-Airport im Mai auf ein großes Fest verzeichnet? Dann jährt sich zum 20. Mal der erste Start eines zivilen Jets auf dem ehemaligen kanadischen Militärflughafen. Das Fest müsse aus finanziellen Gründen ausfallen, betont Jung, der mit dem Flughafenbetrieb aber schwarze Zahlen erwirtschaftet.

Wie das Vorjahresergebnis ausfällt, konnte er gestern allerdings wegen einzelner offener Fragen bei der Abrechnung noch nicht konkret beziffern.

Gute Auslastung im Linienverkehr


Trotz deutlicher Rückgänge beim Pauschaltourismus, unter anderem wegen der Krisen in der Türkei, Ägypten und Tunesien, steht der Regionalflughafen dank guter Auslastung beim Linienverkehr, unter anderem nach Rumänien, Bulgarien und Ungarn, gar nicht schlecht da. Im Vergleich zum Vorjahr wurde mit 1,114 Millionen Passagieren erneut ein Zuwachs verzeichnet ? das Plus liegt bei 4,8 Prozent im Vergleich zum Ergebnis von 2015.

Beim Frachtaufkommen beträgt der Zuwachs sogar stattliche 33,9 Prozent. Es stieg von 658,3 auf 881,8 Tonnen, seine Bedeutung für den Gesamtbetrieb Airports ist aber gering. Unter anderem nutzen regionale Firmen diese Frachtmöglichkeit zur schnellen Lieferung von Ersatzteilen ins Ausland.

Auch als Gewerbepark ist das Airpark-Areal erfolgreich. Inzwischen beschäftigen dort rund 125 Firmen 2 500 Mitarbeiter. Im Jahr 2001 waren es noch 1 000 Beschäftigte.

Hamburg-Flüge bereits ab 39 Euro

Der Sommerflugplan (ab 26. März) bringt unter anderem mehr Mallorca-Flüge, außerdem fliegt Turkish-Airlines wieder viermal wöchentlich Istanbul an. Das Angebot war wegen der Krise in der Türkei im Winterflugplan komplett gestrichen worden.

Dank einer neuen Preisgestaltung von Eurowings sollen Hamburg-Flüge künftig bereits ab 39 Euro möglich sein. Zuletzt hatte es immer wieder Kritik von Passagieren gegeben, dass der Flug ab Stuttgart günstiger als von Karlsruhe/Baden-Baden sei.

Das 30-minütige kostenlose Parken wird ab 1. April gestrichen

Der Baden-Airport streicht das kostenlose Parken für die ersten 30 Minuten auf allen Parkplätzen des Baden-Airpark. Ab 1. April ist für das Kurzparken, das zum Abholen oder zur Anfahrt von Passagieren des Regionalflughafens gerne genutzt wird, eine Parkgebühr von einem Euro fällig.

Die Flughafenverwaltung nennt für die Einführung der Parkgebühr ab der ersten Minute den Verwaltungsaufwand, der auch für das kostenfreie Parken für die ersten 30 Minuten anfalle.

Zudem werde auf dem Parkplatz direkt vor dem Terminal (?P16?) immer wieder ein ?Kreisverkehr? beobachtet: Autofahrer verlassen nach 30 Minuten den Parkplatz und steuern ihn nach einer Runde umgehend erneut an, um wiederum in den Genuss der Gratis-Parkzeit zu kommen. Insgesamt stehen auf dem Airpark-Areal 3 000 Stellplätze zur Verfügung.

Geschwindigkeitskontrollen auf Zufahrtsstraßen

Säulen wie in Hügelsheim, die Raser blitzen, sind derzeit auf dem Gelände nicht geplant. Allerdings sollten Raser gemäßigt fahren: Immer wieder ist auf dem Gelände eine mobile Radaranlage des Landkreises Rastatt im Einsatz, weiß Flughafenchef Jung.

Präsentation vom FKB:

https://www.baden-airpark.de/fileadmin/a..._26.01.2017.pdf


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