#421

RE: Aktuelles zu airberlin

in Aktuelles rund um den FKB 15.09.2017 17:50
von Lynx72 | 560 Beiträge | 555 Punkte

Heute ist die Bieterphase für die insolvente Air Berlin zu Ende gegangen. Mehrere Interessenten haben ein Gebot abgegeben:

http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-...t-15200593.html


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#422

RE: Aktuelles zu airberlin

in Aktuelles rund um den FKB 23.09.2017 13:43
von MHG | 16 Beiträge | 16 Punkte

Zitat von Wheasel
Hallo zusammen,

habe mal destatis gequält und stelle Euch hier mal die Passagierzahlen der Berlinstrecke zur Verfügung.

Hier sieht man deutlich das Potential, das es mal gab, als noch mit Jets geflogen wurde ( damals A319, A320 und 737-700 )

2016 108.639
2015 114.462
2014 129.829
2013 142.882
2012 159.057 ( * hier wurde von Jet auf Prop umgestellt * )
2011 172.511
2010 174.150
2009 166.900
2008 156.845
2007 137.417

Ich denke, ein mittlerer Schnitt von 150.000 dürfte problemlos wieder möglich sein


Die Statistik dürfte aber kaum als Beweis gelten, daß man mit Props die Strecke "kaputt fliegt".
Viel mehr ist es wohl so, daß andere "Randerscheinungen" der Air Berlin zur Abnahme der Passagierzahlen geführt haben. Die mangelnde Zuverlässigkeit dürfte ein Hauptgrund sein und diese lag nicht am Fluggerät (auch nicht an der DH4, denn andere Airlines haben damit nicht solche Probleme gehabt).

Davon abgesehen wird es wohl spannend, wer FKB-Berlin nach dem Ende der AB bedienen wird. Das muß ja nicht zwingend EW sein ...


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#423

RE: Aktuelles zu airberlin

in Aktuelles rund um den FKB 09.10.2017 14:27
von Lynx72 | 560 Beiträge | 555 Punkte

In einem Schreiben an die Mitarbeiter äußern sich Winkelmann und Kebekus folgendermaßen:

Alle Kaufverträge müssen kartellrechtlich geprüft und genehmigt werden. Zuständig dafür ist die Wettbewerbskommission der Europäischen Union in Brüssel. Dieser Vorgang wird mehrere Wochen oder Monate dauern.

Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen zur Ausgestaltung der nächsten Schritte sind heute gestartet und werden zeitnah fortgesetzt.

Ein eigenwirtschaftlicher Flugverkehr im eröffneten Insolvenzverfahren ist nach gegenwärtigem Erkenntnisstand spätestens ab dem 28. Oktober nicht mehr möglich.

Für den Zeitraum bis zur kartellrechtlichen Genehmigung werden durch die airberlin Dienstleistungen im Bereich des sogenannten Wet Lease erbracht. (darunter fallen auch die Flüge ab FKB die "operated by AirBerlin" sind)

Der Flugverkehr der nicht insolventen Unternehmensteile NIKI und LGW wird weitergeführt.


Gerade der letzte Punkt ist gut für uns am FKB. Allerdings frage ich mich wie LGW überhaupt ohne die AirBerlin funktionieren kann...


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#424

RE: Aktuelles zu airberlin

in Aktuelles rund um den FKB 09.10.2017 20:42
von Airbusfan | 594 Beiträge | 574 Punkte

Ich verstehe nicht ganz wie das nach dem 28.10. laufen soll. FKB-TXL soll erst ab 15.01. angeboten werden, nach Ende Oktober soll aber die AB Flugnummer wegfallen. LGW könnte weiter operieren liest man weil sie nicht von der Insolvenz betroffen sind. Wer bietet dann aber die Flüge an? Doch schon EW in der Übergangszeit oder fliegt LGW gar mit eigener Flugnummer?


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#425

RE: Aktuelles zu airberlin

in Aktuelles rund um den FKB 10.10.2017 15:56
von Lynx72 | 560 Beiträge | 555 Punkte

Zitat von Airbusfan
Ich verstehe nicht ganz wie das nach dem 28.10. laufen soll. FKB-TXL soll erst ab 15.01. angeboten werden, nach Ende Oktober soll aber die AB Flugnummer wegfallen. LGW könnte weiter operieren liest man weil sie nicht von der Insolvenz betroffen sind. Wer bietet dann aber die Flüge an? Doch schon EW in der Übergangszeit oder fliegt LGW gar mit eigener Flugnummer?



auf Airliners.de stand dazu:

Zitat
Der Flugverkehr der nicht insolventen Unternehmensteile Niki und LGW werde so lange es geht wie geplant unter den Codes HG beziehungsweise HE weitergeführt.


Könnte also gut sein, dass am 01.11 eine HE nach TXL abhebt...

Derzeit ist aber alles noch so im absolut unklaren und Informationen haben eine sehr kleine Gültigkeitsdauer - da kann sich immer von heute auf morgen noch was ändern.


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#426

RE: Aktuelles zu airberlin

in Aktuelles rund um den FKB 18.10.2017 18:30
von Trident | 170 Beiträge | 163 Punkte

Zur Air-Berlin Abfindungspolitik

'Gut läuft es auch für den Chef der Pleite-Airline, Thomas Winkelmann. Denn der bekommt sein Gehalt für mehr als weitere drei Jahre. Und zwar Millionen. Egal, ob die Air Berlin pleite ist oder nicht. Egal, ob und wie die Mitarbeiter künftig arbeiten.

Wie der seit 1. Februar amtierende Air-Berlin-Chef finanziell abgesichert ist, geht aus dem im Mai vorgelegten Geschäftsbericht für 2016 bereits detailliert hervor. Darin wird offen eingeräumt, dass die Bezahlung über der sonst üblichen Vergütungsrichtlinie des Unternehmens liegt, um den Lufthansa-Manager ?in dieser kritischen Zeit zu gewinnen?. Um Nachteile aus seinen Pensionsansprüchen auszugleichen, bekam Winkelmann bereits am ersten Arbeitstag einmalig 300.000 Euro.

https://www.welt.de/wirtschaft/article16...-betroffen.html

Niete in Nadelstreifen?


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#427

RE: Aktuelles zu airberlin

in Aktuelles rund um den FKB 25.10.2017 14:44
von Airbusfan | 594 Beiträge | 574 Punkte

Laut ka-news mit Quelle FKB Stellungnahme, findet diesen Freitag der letzte Flug nach Berlin Tegel mit Airberlin statt. Demnach gibt es keine Übergangslösung, auch nicht mit LGW direkt.

Außerdem soll Eurowings die Verbindung erst im März wiederaufnehmen. Das ist ein schwerer Schlag für den FKB, da aus meiner Sicht bestimmt einige Passagiere dauerhaft nach FRA und STR ausweichen werden, wo die Verbindung einfach sicher, planbar und frequentierter angeboten wird. Das sind keine guten Neuigkeiten und wird sich bestimmt auch bei den Flugbewegungen etwas bemerkbar machen.


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#428

RE: Aktuelles zu airberlin

in Aktuelles rund um den FKB 25.10.2017 19:42
von Lynx72 | 560 Beiträge | 555 Punkte

Die BNN berichtet etwas ausführlicher:

Zitat


Air Berlin startet am Freitag das letzte Mal vom Baden-Airport
25. Oktober 2017

Der letzte Flug von Air Berlin wird am Freitag vom Baden-Airport in Richtung Berlin abheben. Dies berichtet der mittelbadische Regionalflughafen in einer Mitteilung. Die nächsten Flüge zwischen dem Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) und der Bundeshauptstadt werden nach aktuellem Stand voraussichtlich ab März 2018 ? durchgeführt von Eurowings ? stattfinden. Auf der Homepage der Fluggesellschaft sind für diesen Monat bereits einige Verbindungen buchbar.

Auffanggesellschaft für Air Berlin ist vom Tisch

Derweil stehen Tausende Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft stehen vor der Kündigung. Eine zunächst erhoffte große Auffanggesellschaft für bis zu 4000 Beschäftigte ist vom Tisch. Möglich ist aber noch eine kleine Variante für die Belegschaft in Berlin. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen nach einem Treffen von Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern mit dem Bund, man habe sich nicht auf eine Lösung verständigen können.

Bayern wollte kein Geld geben

Bayern habe kein Geld geben wollen, Nordrhein-Westfalen und der Bund nur in einem geringem Umfang. Deshalb werde es eine Transfergesellschaft für alle Betroffenen «aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geben». Berlin werde aber eine «kleine Lösung» für die Berliner Beschäftigten unterstützen, sagte Kollatz-Ahnen.

Auch Lufthansa will sich nicht beteiligen

Auch Air Berlin drückte die Hoffnung aus, dass zumindest eine Lösung für die rund 1200 Mitarbeiter des Bodenpersonals gefunden wird. Dafür müsste das Land Berlin eine verbindliche Finanzierungszusage machen. Bayern und auch die Lufthansa, die große Teile der Air Berlin übernehmen will, hatten eine finanzielle Beteiligung an einer Transfergesellschaft zuvor abgelehnt. Der Gläubigerausschuss von Air Berlin hätte bis zu 10 Millionen Euro bereitgestellt ? bei einem angenommenen Finanzbedarf von bis zu 50 Millionen Euro.

Weniger Geld in Transfergesellschaft

In einer Transfergesellschaft werden Mitarbeiter vorübergehend freiwillig angestellt und in neue Jobs vermittelt. Sie bekommen dort weniger Geld als zuvor, müssen sich aber nicht arbeitslos melden und gewinnen Zeit für die Stellensuche.

Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet

Air Berlin ? die nach Lufthansa bisher zweitgrößte deutsche Fluglinie ? hatte Mitte August Insolvenz angemeldet. Der Flugbetrieb war nur durch einen Kredit des Bundes über 150 Millionen Euro gesichert. Am Freitag stellt die Airline ihren eigenen Flugbetrieb endgültig ein. Im Air-Berlin-Konzern gibt es zurzeit rund 6800 Vollzeitstellen, die sich auf etwa 8000 Mitarbeiter verteilen.


Die Lufthansa will 3000 Mitarbeiter einstellen.
Lufthansa will 3000 Mitarbeiter einstellen

Die Lufthansa will rund 3000 Mitarbeiter bei ihrer Tochter Eurowings einstellen: Rund die Hälfte davon wird mit den Air-Berlin-Töchtern Niki und LG Walter übernommen, auf die anderen Stellen müssen sich Ex-Air-Berliner bewerben. Das sorgt für Unmut bei Gewerkschaften, die große Gehaltseinbußen befürchten. Einige Flugbegleiter wollen auch gerichtlich gegen mögliche Kündigungen vorgehen.

Auch die Bundeswehr wirbt um Ex-Air-Berliner

Zu den Beschäftigten zählen neben Piloten und Flugbegleitern auch Verwaltungsangestellte. Auf Jobmessen hatten bereits mehrere Arbeitgeber um die Kollegen der Airline geworben, zum Beispiel die Bahn und die Berliner Verwaltung. Auch die Bundeswehr wirbt derzeit um Ex-Air-Berliner.

Über Zerschlagung wird weiter verhandelt

Über die Zerschlagung der Fluggesellschaft wird derweil weiter verhandelt. Es laufen seit Wochen Gespräche mit dem britischen Billigflieger Easyjet, bisher aber ohne Erfolg und nicht mehr exklusiv. Noch keine Entscheidung gibt es über die Zukunft der Technik-Tochter. Lufthansa rechnet bei ihrem Deal erst für Januar mit der endgültigen Übernahme, wie am Dienstag bekannt wurde.

Engpässe für Reisende

Die Lufthansa hatte Anfang der Woche gewarnt, nach dem Ende von Air Berlin müssten sich Reisende auf manchen Strecken auf Engpässe einstellen. Vorstand Harry Hohmeister sagte, er könne nicht ausschließen, dass es in Stoßzeiten knapp werden könne und einige Kunden erst später fliegen könnten als erhofft. Lufthansa setzt deswegen etwa von Frankfurt nach Berlin größere Maschinen ein.



Quelle: https://bnn.de/nachrichten/wirtschaft/ke...fuer-air-berlin


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